{"id":1781,"date":"2013-04-22T13:48:48","date_gmt":"2013-04-22T13:48:48","guid":{"rendered":"http:\/\/oin.at\/?p=1781"},"modified":"2013-06-06T12:30:33","modified_gmt":"2013-06-06T12:30:33","slug":"der-rebound-effekt-wird-nach-wie-vor-unterschatzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/old.oin.at\/?p=1781","title":{"rendered":"Der Rebound-Effekt wird nach wie vor untersch\u00e4tzt!"},"content":{"rendered":"<p>In ihrem aktuellen World Energy Outlook geht die Internationale Energie Agentur von einem Rebound-Effekt durch politische Energieeffizienzma\u00dfnahmen  von lediglich 9 % aus, ohne zwischen den verschiedenen Auspr\u00e4gungen des Rebound-Effektes  zu unterscheiden. Diese Behauptung f\u00fchrte zu einem Aufschrei und Unverst\u00e4ndnis in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Obwohl die Festlegung auf zumindest eine Bandbreite des Ausma\u00dfes von Rebound-Effekten in der Tat schwierig ist, ist man sich in den verschiedenen wissenschaftlichen Studien einig: 9 % werden der Realit\u00e4t nicht gerecht! Der Gedanke, dass technische Effizienzsteigerungen alleine ausreichen, um den Energieverbrauch zu senken und Emissionen einzusparen ist zwar verf\u00fchrerisch, aber unter Umst\u00e4nden fahrl\u00e4ssig und nicht zielf\u00fchrend.<br \/>\nIn der durch das \u00d6IN erstellten Studie \u201eLinking Low Carbon Technologies with Low Carbon Society\u201c , die im Auftrag des Bundesministeriums f\u00fcr Verkehr, Innovation und Technologie durchgef\u00fchrt wurde, konnte der Stand der Forschung zu Rebound-Effekten dokumentiert, eine Rebound-Systematik erstellt und Empfehlungen f\u00fcr die Technologiepolitik abgeleitet werden.<br \/>\nEine exakte Aussage \u00fcber das Ausma\u00df des Rebound-Effektes in seinen verschiedenen Auspr\u00e4gungen  ist zwar schwer zu treffen,  jedoch kann nach umfangreicher Untersuchung der wissenschaftlichen Publikationen von einem  gesamtwirtschaftlichen Rebound-Effekt in der H\u00f6he von 50 % ausgegangen werden. Demnach werden mittel- bzw. langfristig mindestens 50 % der technisch m\u00f6glichen Einsparungen durch Rebound-Effekte vernichtet. Neben der Installation effizienzf\u00f6rdernder politischer Rahmenbedingungen ist es deshalb \u00e4u\u00dferst wichtig, Rebound-Effekte in diesen politischen Effizienzstrategien bereits explizit zu ber\u00fccksichtigen, um eine Verfehlung der rein technischen Effizienzziele zu vermeiden.<br \/>\nIn der Studie des \u00d6IN wird auch ber\u00fccksichtigt, dass Rebound-Effekte in Teilbereichen positive gesellschaftliche Auswirkungen haben k\u00f6nnen. Bev\u00f6lkerungsschichten, denen aufgrund ihrer Einkommenssituation der Zugang zu verschiedenen Energiedienstleistungen bisher nicht oder nur beschr\u00e4nkt m\u00f6glich ist, kann dieser Zugang zum Beispiel erst durch Kostensenkungen infolge Effizienzma\u00dfnahmen erm\u00f6glicht werden. Daher wurde vorgeschlagen, im \u00f6ffentlichen Diskurs den neutralen Begriff Rebound-Management anstelle der blo\u00dfen Rebound-Verminderung zu verwenden, um diese positiven Auswirkungen auch anzuerkennen. Damit geht auch eine Diversifizierung der Instrumente des Rebound-Managements einher, die allen seinen Auspr\u00e4gungen gerecht wird.<br \/>\nDer Endbericht \u201cLinking Low Carbon Technologies with Low Carbon Society\u201d steht zum Download zur Verf\u00fcgung:<a id=\"artikeldownload\" href=\"http:\/\/www.nachhaltigwirtschaften.at\/iea_pdf\/endbericht_201258_rebound_low_carbon_technologies.pdf\" target=\"_blank\"><img class=\"headerImagesForPages\" title=\"download\" src=\"images\/download_arrow.png\" alt=\"\" \/>download<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrem aktuellen World Energy Outlook geht die Internationale Energie Agentur von einem Rebound-Effekt durch politische Energieeffizienzma\u00dfnahmen von lediglich 9 % aus, ohne zwischen den &hellip; <br \/><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/old.oin.at\/?p=1781\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1793,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/old.oin.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1781"}],"collection":[{"href":"https:\/\/old.oin.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/old.oin.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/old.oin.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/old.oin.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1781"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/old.oin.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1781\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1842,"href":"https:\/\/old.oin.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1781\/revisions\/1842"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/old.oin.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1793"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/old.oin.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1781"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/old.oin.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1781"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/old.oin.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1781"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}