Endbericht des Projekts SustainABLE EnergyYOUTHers nun downloadbar!
„Wie können wir unseren Energieverbrauch im Alltag nachhaltig verändern?“
Zu dieser Frage forschten SchülerInnen der HAK Ungargasse und der AHS Rahlgasse in aktiver Zusammenarbeit mit WissenschaftlerInnen des Österreichischen Instituts für Nachhaltige Entwicklung (ÖIN). Die 16-22-Jährigen erprobten sozialwissenschaftliche Erhebungsmethoden und führten im Herbst 2010 Interviews mit ihren Eltern zu deren Energiekonsumgewohnheiten, -einstellungen und ihrem Energieverbrauch. Diese Interviews wiederholten sie ein Jahr später um die Wirkungen des Projekts zu evaluieren. In Workshops mit der ARGE Energieberatung Wien lernten die Jugendlichen den Energieverbrauch zu messen und was sie selbst tun können, um den Verbrauch zuhause zu senken. Dieses Wissen brachten sie dann als EnergieberaterInnen ihren Eltern näher.
„Ich finde es schön, dass unsere Eltern einmal von uns lernen und nicht immer wir von ihnen. Was wir lernen ist einfach etwas Anderes als sie vor 50, 60 Jahren“, freute sich eine Schülerin über den Rollentausch in der Familie.
In Exkursionen und Gesprächen mit EnergieexpertInnen und nachhaltig wirtschaftenden UnternehmerInnen sowie einem Grafikdesign-Workshop setzten sich die SchülerInnen mit dem Thema Energie vielfältig und kritisch auseinander. Weiters fanden Gruppendiskussionen und ein Statistikworkshop, in dem die Jugendlichen Instrumente der Datenauswertung erlernten und anwandten, und Präsentationen des Projekts in den Schulen, an der Wirtschaftsuniversität Wien und bei Konferenzen statt.
Die Ergebnisse der quantitativen Datenanalyse zeigen, dass das Energieverbrauchsverhalten der befragten Eltern schon vor Projektstart als überwiegend energieeffizient beschrieben werden kann. Wenngleich der Vorher-Nachher-Vergleich zeigt, dass Energiekonsumverhalten und -einstellungen der Eltern durch das Projekt nicht wesentlich beeinflusst werden konnten, berichteten die SchülerInnen, dass sie das Projekt zum Umdenken und zur Änderung ihres eigenen Energiekonsumverhaltens motivierte. Das Projekt lieferte außerdem spannende Erkenntnisse zur Umsetzung intergenerationalen Lernens im Kontext der Bildung für Nachhaltige Entwicklung.
„Dass man die eingefahrenen Schienen verlässt, das hat meinen Schülern irrsinnig gut gefallen und sie motiviert. Durch das Neue, das hinein getragen wurde, hat das einen hohen Nutzen, auch für die Lehrer“, resümierte die Koordinationslehrerin Mag. Elke Friesacher den Mehrwert der Forschungs-Bildungs-Kooperation.
Der Endbericht zum Projekt ABLE YOUTH ist hier downloadbar:
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